Sakramente

         Sakramentum (Lat. = Heiliges) ist nach katholischem Verständnis ein Zeichen, das etwas Heiliges und den Menschen Heilendes, Wohltuendes nicht nur sinnenhaft darstellt, sondern auch bewirkt. Sakramente sind Zeichen, Rituale, in denen und durch die Menschen Gottes heilende und liebevolle Zuwendung sozusagen hautnah und handgreiflich erfahren. Wenn zum Beispiel bei der Taufe Wasser über das Köpfchen des Kindes gegossen wird, dann ist das nicht nur ein Bild der Reinigung, sondern es macht den kleinen Menschen auch innerlich rein. Die "Wirkung" der Sakramente sind nicht so recht zu verstehen, wenn man nicht Jesus und die durch ihn bewirkte Erlösung der Welt mitdenkt.


  • Taufe
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„Ich taufe dich in Namen des Vaters, und des Sohnes, und des Heiligen Geistes...“

Herzlichen Glückwunsch...

Liebe Eltern! 
Ich freue mich mit Ihnen über die Geburt Ihres Kindes und gratuliere Ihnen sehr herzlich.

           Es ist ein beglückendes Geschenk, Kinder zu haben. Jedes Neugeborene sagt uns, dass Gott es gut mit uns meint. Ich wünsche Ihrer Familie viel Freude mit Ihrem Kind. Gemeinsam haben Sie den Namen für Ihr Kind gewählt und die Paten bestimmt. Nun möchten Sie es zur Taufe bringen, um ihm den Lebensweg zu eröffnen, den Sie bisher selbst gegangen sind und von dem Sie glauben, dass er im Leben trägt und führt. Für viele Jahre werden Sie Ihrem Kind Weggefährte sein und erste Vertreter jener Gemeinschaft, in die es durch die Taufe aufgenommen wird, die Kirche. Jeder Täufling wird von seinen Eltern, Paten, Geschwistern, Verwandten und Freunden begleitet, so dass wirklich Kirche, zu der Sie und bald auch Ihr Kind gehören, sichtbar wird.
Ganz herzlich lade ich Sie jetzt schon mit den Paten Ihres Kindes zum Taufgespräch ein. Hierbei geht es nicht nur darum, den äußeren Verlauf der kirchlichen Feier zu besprechen, sondern das Gespräch will Ihnen helfen, den tieferen Sinn des Sakramentes der Taufe zu verstehen und die Aufgaben zu erkennen, die sich für Eltern und Paten daraus ergeben. Heute schon wünsche ich Ihnen ein frohes und gesegnetes Tauffest und dass Sie Ihr Kind jeden Morgen neu willkommen heißen in Ihrem Haus und in Ihrem Herzen. Dann wird es sich mit Ihnen wirklich des Lebens freuen. 

In unserer Pfarrgemeinde finden die Taufen immer nach der Absprache mit dem Pfarrer statt. Die Eltern werden eingeladen, die Taufe ihres Kindes im Rahmen einer Heiligen Messe am Sonntag zu feiern. Ansonsten werden die Taufen in der Regel sonntags nach dem Hochamt gespendet.

  1. was ist zu beachten?- Vorbereitung der TAUFE


  • Hl. Beichte  

           Als Seelsorger, der selbst regelmäßig zur Beichte geht, möchte ich Sie dazu einladen von diesem Sakrament öfters Gebrauch zu machen, z.B. vor allen großen Festen im Jahr, vor wichtigen Ereignissen in Ihrem privaten Leben und immer dann, wenn Sie spüren, dass Sie sich von der Liebe Gottes entfernt haben.                                                                                                            

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In unserer Pfarrgemeinde bieten wir Beichtgelegenheiten jeden Samstag um 17.30 Uhr. Vor Ostern und Weihnachten gibt es extra Termine, die Sie unserer Gottesdienstordnung entnehmen können. Außerdem stehe ich immer zur Verfügung, wenn Sie sich einen anderen Termin zur Beichte oder Beichtgespräch, nach telefonischer oder mündlicher Absprache, wünschen.

  1. Gedanken zur Beichte - v. Pfr. Dr. Kowalewski


  • Hl. Messe

          Um die Bedeutung der Hl. Messe besser zu verstehen, fügen wir an dieser Stelle eine Predigtreihe zu diesem Thema vom Domkapitular Dr. Werner Kathrein – damals Kaplan – ein. Diese Predigtreihe war mir in meinem Theologiestudium sehr von Nutzen und verlor bis heute nicht an ihrer Aktualität. Die leichte Sprache und klare Gedanken laden zum Betrachten der Eucharistie ein.
Sie finden hier auch: „
Die Hl. Messe – erklärt für Kleine und Große“. Diese spannende Führung durch die heilige Messe entstand in den vielen Jahren meiner seelsorgerischen Arbeit und ist auch ein fester Bestandteil der Vorbereitung unserer Kinder auf den Empfang der Ersten Heiligen Kommunion.

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  1. Was die Hl. Messe bedeutet- Predigtreihe v. Dr. W. Kathrein
  2. Der Sinn des richtigen Verhaltens im Gottesdienst
  3. Hl. Messe erklärt für Kleine und Gro0e


  • Die Firmung

Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist...

Vielleicht hat dich schon einmal jemand gefragt: "Heiliger Geist? Was ist denn das eigentlich? Den kann man doch gar nicht sehen. Woher weiß man denn dann, ob er überhaupt da ist? " Es stimmt: Sehen kann man den Geist nicht. Aber man spürt, wenn er da ist. Liebe kann man ja auch nicht anschauen, anfassen und dann sagen: "Aha, so also sieht Liebe aus". Nein, sehen kann man die Liebe nicht, aber spüren kann man, wenn sie da ist, wenn andere sie mir schenken.

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So ist es auch mit dem Heiligen Geist, den wir bei der Firmung empfangen. Sehen können die anderen ihn nicht an mir, aber sie können durchaus merken, ob ich ihn habe. 
So erkennt man einen Menschen, der erfüllt ist vom Heiligen Geist:
Gütig und verständig, gerecht und geduldig, vertrauend und verantwortungsvoll, bereit zur Versöhnung und friedfertig.
Diesen Geist Jesu werden unsere Jugendlichen empfangen. Durch diesen Geist will Jesus mit uns zusammen diese Welt zum Guten hin verändern. Der Geist Gottes ist das Lied der Gottesliebe in unseren Herzen, das nie verklingen soll.
Wir alle haben das Sakrament der Firmung empfangen und besitzen seine Kraft. 
Was bedeutet das im Leben eines Christen "Gefirmt sein"?
Sicherlich lohnt es sich, wieder einmal etwas intensiver darüber nachzudenken.
Waren Taufe, Eucharistie und Firmung die drei Sakramente der Eingliederung in die Kirche, so werden wir durch das Sakrament der Firmung zu mündigen Christen, zu Jüngern Jesu Christi, die seine Frohe Botschaft weitersagen sollen.
Damit übernehmen wir Verantwortung für Kirche und Welt.
Gestärkt durch diesen Geist müssen wir Früchte tragen, die andere an uns sehen können. Dann merken die Menschen ganz schnell, dass der Geist Gottes in uns ist.
Bei der Firmung spricht der Bischof/Weihbischof die Worte "N: Sei besiegelt mit der Gabe Gottes, dem Heiligen Geist". Dieser Heilige Geist bedeutet für unsere Firmlinge Stärkung, Festigung, Bekräftigung.
Die jungen Menschen werden dazu aufgerufen - gestärkt durch den Geist Gottes - den Glauben in unserer Welt zu leben und zu verkünden. Gott bekräftigt und besiegelt in der Firmung was er in der Taufe begonnen hat.
Was hier geschieht ist nicht Menschenwerk, sondern Gabe Gottes, ein Geschenk an uns. Wir sollen aufmerksam und aufgeschlossen werden für das, was Christus von uns erwartet und sollen erkennen, was Christus für uns bedeutet.
Die Firmung ist also ein Siegel, ein unauslöschliches Merkmal, was uns Christen kennzeichnet.
Gott schenkt uns die 7 Gaben des Heiligen Geistes (die Zahl sieben ist eine symbolische Zahl und bedeutet Fülle - Gott schenkt immer in Fülle, er ist nie kleinlich): 

Den Geist der…

*  Weisheit

*  Einsicht

*  Rates

*  Erkentnis

*  Stärke

*  Frömmigkeit

*  Gottesfurcht

Damit sind grundlegende Fähigkeiten gemeint, die Gott jedem von uns schenkt, damit wir als Christen leben können.
Die Kirche kennt noch viele andere Gnadengaben. Sie dienen dem Aufbau der Kirche und der Verkündigung des Evangeliums. 
In jeden Menschen hat Gott solche Begabungen, Fähigkeiten und Talente hineingelegt, so wie Samenkörner. Wenn wir uns nur dem Geist Gottes öffnen, so kann er in jedem von uns diese Samen zum Keimen und Wachsen bringen, damit sie reiche Frucht tragen. Wenn wir uns ganz auf ihn einlassen, werden wir erkennen, wo unsere Fähigkeiten liegen, wo wir mitarbeiten können im Weinberg Gottes, ganz konkret in unserer Pfarrgemeinde, in unseren Vereinen und in unseren Familien.
Vielleicht ist es möglich, dass wir uns alle, gemeinsam mit unseren Jugendlichen, erneut einlassen auf das Wort Gottes.
Dies kann jedoch nicht in der Hektik des Alltags geschehen, sondern in der Stille.
Es ist immer Zeit zum Aufbruch. Gönnen wir uns doch wieder mal ein bisschen Ruhe und nutzen wir diese ruhigen Minuten Gott zu suchen, auf seine Stimme zu hören und sich anstecken zu lassen von seinem Geist.

Nicht mehr Kind und noch nicht erwachsen, das ist das Stadium, in welchem sich unsere Firmlinge nun befinden. Nicht nur sichtbare, körperliche, sondern auch geistige Entwicklungen setzen ein: man sucht nach Vorbildern, löst sich ganz allmählich mehr und mehr von der Familie ab, fragt nach der eigenen Identität, nach dem Sinn des Lebens - nach Gott und vielem anderen mehr. 
Unsere Jugendlichen machen sich in kleinen Gruppen auf den Weg. 
Auch sie brauchen jetzt Menschen, die ihnen beibringen, mit dem Glauben umzugehen, die ihnen Dinge erklären, die sie nicht verstehen, die ihnen ganz einfach zeigen, wie es geht oder gehen kann. 
Diese Menschen sind in erster Linie einmal die Eltern, Großeltern und Paten, aber während der natürlich auch die Katecheten und Katechetinnen, die unsere Jugendlichen auf dieses Sakrament vorbereiten, sowie der Priester und seine Mitarbeiter. 
Es liegt nun auch an den Eltern, Katecheten und Geistlichen, wie unsere Jugendlichen diese "Skihänge des Glaubens" erfahren, wie sie diese positiven oder vielleicht auch negativen Erfahrungen des Glaubens in ihr Leben und das Leben der gesamten Gemeinde mit einbringen und einbeziehen. 
Die ganze Gemeinde ist dazu aufgerufen, diese Vorbereitung durch ihr Gebet zu begleiten. Wir wollen ganz besonders darum beten, dass der Heilige Geist sie ansteckt, begeistert und zu lebendigen, aktiven und verantwortungsbewussten Mitgliedern unserer Pfarrgemeinde werden lässt. Zu Menschen, die selbst Freude am Glauben haben, diese Freude zeigen und an die ganze Gemeinde weitergeben.
So werden wir vielleicht bald zu einer frohen Gemeinschaft, die mit ein bisschen Engagement und Einsatz auch andere anstecken und begeistern kann. Pfingsten ist das Fest des Heiligen Geistes.

Pfingsten - das bedeutet: der 50. Tag und stammt aus dem Griechischen.
Das Pfingstereignis (Wir können es in der Apostelgeschichte nachlesen Apg 2,1-13) geschah also 50 Tage nach Ostern.
Die Anhänger Jesu, die in Jerusalem versammelt waren, erkannten, "vom heiligen Geist erfüllt, dass sie die Botschaft Jesu Christi weiterverkünden müssen.
Sie begannen in verschiedenen Sprachen zu reden und gingen zu den Menschen.
Pfingsten wird als der Gründungstag der Kirche angesehen. Durch das Wirken der Jünger Jesu bildeten sich erste Gemeinden, immer mehr Anhänger schlossen sich ihnen an. Erst im 4. Jahrhundert begann sich ein eigentliches Pfingstfest herauszubilden.
Der Heilige Geist wird als die von Gott ausgehende schöpferische Kraft bezeichnet. In der Pfingstgeschichte wird er in den Bildern des Sturmes und des Feuers dargestellt. Diese bildhafte Umschreibung deutet an, dass es sich um eine Kraft handelt, die der Einzelne nicht aus sich selbst heraus hat. Der Hl. Geist verleiht vielfältige Gaben, die zum Aufbau der Gemeinde beitragen.
In den Ereignissen zu Pfingsten vollendet sich das Ostergeschehen. Das Leiden und Sterben Jesu ist nicht das Ende seines Wirkens, wie die Jünger dachten. In den Wochen nach Ostern zeigt sich Jesus mehrmals seinen Anhängern. Diese begreifen: sie bleiben nicht allein zurück, die Begegnung mit Jesus von Nazareth hatte ihr Leben verändert. Nach Wochen der Trauer und Angst finden sie nun den Mut, an die Öffentlichkeit zu treten und von ihren Erfahrungen zu berichten. Sie gewinnen durch ihre überzeugenden Reden neue Anhänger, erste Gemeinden entstehen, in den sich christliches Leben entwickelt.
Wie wirkt dieser Geist Gottes heute, nach der Jahrtausendwende, in unserer Gemeinde? 
Lassen auch wir uns wieder vom Geist Gottes erfüllen? 
Finden wir, wie die Christen der ersten Tage, den Mut, in die Öffentlichkeit zu treten und das Leben in unserer Gemeinde zu verändern?
Oder wird es unserer Gemeinde auch bald so ergehen, wie man es in einer Geschichte lesen kann:
Ein Pfarrer setzte folgende Anzeige in die Zeitung:
"Mit dem Ausdruck tiefsten Bedauerns gebe ich den Tod der Kirche St. Bonifatius bekannt. Die Trauerfeier ist am Sonntag um 10.00 Uhr." Natürlich war die Kirche bis auf den letzten Platz besetzt. In seiner Predigt führte der Pfarrer aus: "Ich habe keine Hoffnung auf Wiederbelebung unserer Pfarrei, will aber ein Letztes versuchen. Sie gehen bitte alle an diesem Sarg da vorbei und sehen sich den Toten an. Dann verlassen sie die Kirche durch das Nordportal. Sollten sie es sich anders überlegen, kommen sie durch die Tür im Osten wieder herein. Dann könnten wir gegebenenfalls einen Dankgottesdienst halten!"
Der Pfarrer trat an den Sarg und öffnete ihn. Alle fragten sich: Wer würde wohl in dem Sarg liegen? Und jeder, der die tote Kirche von St. Bonifatius sehen wollte und sich über den Sarg beugte, sah in einem Spiegel - sich selbst. 

Jeder in unserer Pfarrei wird gebraucht, damit wir eine lebendige Gemeinde bleiben. Lassen wir uns anstecken und begeistern von diesem Geist Gottes, damit seine Gaben auch in unserer Pfarrgemeinde wirken und reiche Frucht bringen können.

Zur Geschichte des Pfingstfestes 
Im alljährlichen Rhythmus des Zeitenlaufes gab es im Gottesvolk des Alten Bundes große Wallfahrtsfeste. Eines davon war Pfingsten, das "Fest der Ernte". Es stand in innerer Beziehung zum Fest der ungesäuerten Brote am Beginn der Gerstenernte und wurde fünfzig Tage danach am Ende der Getreideernte gefeiert. Man nannte es auch einfach "Wochenfest". So verbanden die gläubigen Israeliten die Freude um die eingeholte Ernte mit dem Dank an Jahwe, ihren Gott, der ihnen den Reichtum seines Segens darin bewiesen hatte.
In spätjüdischer Zeit trat an die Stelle des Erntedanks immer stärker die Gedächtnisfeier des Geschehens am Sinai, als Gott dem Mose das Gesetz gab. Der Bundesschluss zwischen Israel und Jahwe, der sein Volk aus Ägyptens Knechtschaft befreit und auf wunderbare Weise in das Land seiner Verheißung geführt hat, war durch die Gesetzgebung besiegelt worden.
An Pfingsten erneuerte das Gottesvolk in der Gedächtnisfeier seinen Bund mit Gott.
Die Kirche hat an diese religiöse Tradition angeknüpft und feiert bis zum heutigen Tag am 50. Tag nach Ostern das Pfingstfest. Sie feiert die Vollendung und Bestätigung der Auferstehung Jesu, seine Erhöhung zum Vater und seine bleibende Gegenwart durch das Wirken des Heiligen Geistes.
So ist Pfingsten, der 50. Tag, der Tag der Vollendung, der Reife, der Lebensfülle für die Ewigkeit. 
Hier findet der Brauch der Ostkirche seine Erklärung, an Pfingsten den Boden in den Kirchen mit Gräsern und Blumen zu bedecken: Ein Hinweis auf den neuen, nicht mehr zerstörbaren Paradiesgarten, seit Gottes Geist in dieser Welt am Werk ist. Ähnlich darf schließlich der Pfingstspaziergang der Familie, der Familiengruppen oder der Nachbarschaften gedeutet werden: Im Heiligen Geist sind wir als seine Gemeinde zusammengerufen, gesandt seine Liebe allen zu bezeugen.

Jesus sagt:  
 "Ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben,

der für immer bei euch bleiben soll. Es ist der Geist der Wahrheit. (Johannes 14,16-17)

Lieber Leser,
ich habe versucht, ihnen mit diesen Seiten einen kurzen Einblick in das Wirken des Hl Geistes und die Wirkung der Firmung auf uns Christen zu geben.
Vielleicht denken auch Sie in einer ruhigen Minute wieder einmal ein bisschen über Ihr Leben, Ihren Glauben und den Sitz des Glaubens in Ihrem Leben nach.
Vielleicht hören Sie wieder einmal in sich hinein und entdecken Talente und Möglichkeiten, die Sie bisher an sich noch nicht gekannt haben.
Vielleicht öffnen auch Sie sich dem Wirken des Heiligen Geistes und setzen Ihre Talente und Fähigkeiten zum Wohle unserer Pfarrgemeinde ein.

Wir freuen uns auf jeden, der bereit ist, aktiv und mit Engagement in unserer Pfarrgemeinde mitzuarbeiten.
Jeder mit den Talenten und Möglichkeiten, die er von Gott bekommen hat.

  1. Was ist zu beachten/ Sakrament der FIRMUNG


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  • Die Ehe

Ich nehme Dich an als meinen Mann..., meine Frau...
Herzlichen Glückwunsch, Liebes Brautpaar!

 
         Ich freue mich mit Ihnen über Ihren Entschluss, sich das Ja-Wort zu geben und gratuliere Ihnen sehr herzlich. Sie sagen "Ja" zueinander und Gott sagt "Ja" zu Ihnen. Mit diesem kurzen Satz ist das ganze Wesen einer Hochzeit umschrieben und das große Geheimnis der Ehe angedeutet. Die Hochzeit gehört zu den großen Ereignissen im Leben, wie es das Wort schon sagt. Nicht umsonst wird dieses Fest gerne im Frühling gefeiert, weil es dieser Jahreszeit verwandt ist. Mit Hochzeit verbinden sich Sonne und Blumen, strahlendes Weiß und Festlichkeit, Freude und Seligkeit. Die Stunde der Hochzeit wird über viele Wochen herbeigesehnt und lange Monate gut vorbereitet. Sie ist wie eine aufgehende Sonne über die vielen Jahre gemeinsamen Lebens.
Ganz herzlich lade ich Sie jetzt schon zu einem Brautgespräch ein. Hierbei geht es nicht nur darum, den äußeren Verlauf der kirchlichen Feier zu besprechen, sondern das Gespräch will Ihnen helfen, den tieferen Sinn des Sakramentes der Ehe zu verstehen und Ihre Aufgaben als christliche Eheleute zu erkennen, die sich für Sie daraus ergeben. Heute schon wünsche ich Ihnen ein frohes und gesegnetes Hochzeitsfest und alles Gute für Ihr weiteres, gemeinsames Leben. 

  1. Vorbereitung der katholischen EHESCHLIEßUNG (was ist zu beachten)


  • Krankensakrament

Herr, ich bin krank...

Liebe Kranke!, Liebe ältere Christen!
        
Jeder Mensch will leben, will glücklich leben. Unbeschwerte Lebensfreude - das ist der größte Wunsch eines Jeden. Wir wehren uns gegen alles, was dem entgegensteht. Gott will unsere Freude. Er hat seinen Sohn gesandt, dass er uns das Leben verspricht und die Botschaft der Freude verkündet:

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"Er zog in ganz Galiläa umher, lehrte in den Synagogen, verkündete das Evangelium vom Reich und heilte im Volk alle Krankheiten und Leiden. Und sein Ruf verbreitete sich in ganz Syrien. Man brachte Kranke mit den verschiedensten Gebrechen und Leiden zu ihm ... und er heilte sie alle." Matthäus 4,23-24)
Dennoch kennt das Leben für uns nicht nur frohe Stunden. Das Glück des Lebens wird spürbar bedroht, wenn sich Krankheiten einstellen, vor allem lang dauernde oder gar unheilbare Krankheiten. Wenn ein Mensch nun krank ist, spürt er mehr als sonst, wie sehr er auf die Hilfe seiner Mitmenschen angewiesen ist. Dies gilt nicht nur für körperliche Krankheit, sondern auch für die seelische. Mehr als eine gute medizinische Betreuung braucht der Kranke nun die Erfahrung menschlicher Nähe und Zuwendung. Er sehnt sich nach Menschen, die einfach bei ihm sind, die ihn in der Angst nicht allein lassen, die seine Schmerzen lindern, die ihm helfen, seine Krankheit nicht nur zu ertragen, sondern zu tragen.
Erfährt man solch menschliche Nähe, ahnt und spürt man als Kranker etwas von der großen Liebe Gottes. Es wächst das Vertrauen, dass Gott ihn hält, ja, er gewinnt vielleicht sogar neue Kraft, sein Leben zu bejahen. Krankheit versetzt in eine ganz neue, andere Situation:

- herausgerissen aus der gewohnten Umgebung
- abgeschnitten vom täglichen Umgang mit den Mitmenschen
- unfähig, seiner Arbeit nachzugehen
- verurteilt zum Nichtstun
- angewiesen auf die Hilfe anderer
- erfahren müssen, wie brüchig und anfällig das Leben doch ist.

Die Krankheit kann dann aber auch zu einer tieferen Einsicht führen. Sie kann dem Menschen helfen, das Wesentliche und Bleibende in seinem Leben zu entdecken und darüber nachzudenken. Krankheit kann zu bewussterem Leben führen oder gar dem Leben eine ganz neue Richtung geben. Die Frage nach Gott erhält vielleicht ganz neue Antworten.

Ich wünsche Ihnen viel Kraft, baldige Genesung und Gottes reichen Segen.


  • Der Tod

Zum Paradies mögen die Engel dich geleiten...

Liebe Verwandte des/der Verstorbenen!
         Sie trauern um einen Menschen, dem Sie sich verbunden fühlten, der Ihnen am Herzen gelegen hat. Ihm/Ihr möchten Sie verbunden und treu bleiben, auch über den Tod hinaus. 
Wir Christen kennen eine gute Nachricht in der Trauer - gegen den Tod. Wir glauben an die Auferstehung der Toten. Wenn wir das sagen, dann haben wir dafür einen Grund. Der Grund ist Jesus Christus. Er hat sich mit dem Tod und seinen Vorboten nicht einfach abgefunden. Doch auch ihm blieb der Tod nicht erspart. Doch Gott hat ihn dem Tod entrissen. Gott hat ihn auferweckt. Der Tod hat nicht mehr das letzte Wort. Gott hat das letzte Wort. Gott ist der Tod des Todes. Er ist das Leben der Toten.

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Ist das nicht schön zu wissen, liebe Hinterbliebene, das Jesus Christus, unser Herr selbst das Schicksal Ihres/Ihrer lieben Verstorbenen geteilt hat? Durch die Auferstehung hat Gott seinem Sohn Jesus Christus, und damit uns allen die Auferweckung und das ewige Leben geschenkt. Christus sagt: "Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt." (Joh 11.25)

Und die gesamte Kirche bekennt im Glaubensbekenntnis jeder Hl. Messe: Wir erwarten die Auferstehung der Toten und das Leben der kommenden Welt. Kann dieses Wissen uns ein Trost in der Trauer sein?
Wir trauern ja gerade um Menschen, denen wir uns sehr verbunden fühlten, Menschen die uns "am Herzen lagen". Diese Menschen wollen wir nicht vergessen und in unseren
Gedanken und in unserem Herzen leben sie weiter - sie bleiben uns nahe auch nach dem Tod. Und Trost will Ihnen die Trauer nicht nehmen. Trost will nur an ihrem Leiden teilhaben, will es mittragen. Als Christen suchen und erfahren wir Trost in der Treue und Zusage Gottes, dass wir leben werden. Solcher Trost vertreibt nicht ihre Trauer, sondern er lässt sie zu einem Weg der Heilung werden. So schreibt der Apostel Paulus in einem Brief an die Gemeinde der Tessalonicher: "Brüder, wir wollen euch über die Verstorbenen nicht in Unkenntnis lassen, damit ihr nicht trauert wie die anderen, die keine Hoffnung haben".

Wenn Jesus
- und das ist unser Glaube -
- gestorben und auferstanden ist,
- dann wird Gott durch Jesus auch die Verstorbenen zusammen mit ihm zur Herrlichkeit führen. 
(1 Thessalonischer 4,13-14.18) ...Tröstet also einander mit diesen Worten.

Es ist mehr als eine schreckliche Lücke, die der Tod hinterlässt, besonders der Tod eines Menschen, den man liebt.
Vieles hätte man einander noch zu sagen. Vieles zu zeigen. Vieles noch miteinander zu tun. Das alles ist jetzt vorbei...

Mein Leid zieht mich hinab. Mein Schmerz kapselt mich von den Menschen ab. So wichtig diese Erfahrung für mich auch ist, ich darf nicht bei ihr stehen bleiben. Das Leben geht weiter. Es muss auch ohne den geliebten Menschen weitergehen. Vielleicht kann ich sogar manchen Wesenszug des Menschen, der mir jetzt so sehr fehlt, in mir zum Leben bringen und so auch etwas von ihm zum Leben bringen.